El Gordo: Jährliche Weihnachtsziehung schüttet 2,7 Milliarden Euro aus

El Gordo: Jährliche Weihnachtsziehung schüttet 2,7 Milliarden Euro aus

Spaniens berühmte jährliche El-Gordo-Lotterie, was übersetzt „Der Dicke“ bedeutet, hat erwartungsgemäß im ganzen Land für Jubel gesorgt – dank einer Gewinnausschüttung von 2,7 Milliarden Euro (2,8 Milliarden US-Dollar).

Doch ein Fehler mit Lottoscheinen hat einige Dorfbewohner einer kleinen Gemeinde um einen Teil ihres Gewinns gebracht.

31 Millionen Euro blieben

Die Einwohner von Villamanín, einem Dorf mit weniger als 1.000 Einwohnern, gewannen bei der El-Gordo-Ziehung insgesamt 35 Millionen Euro, verloren jedoch wegen einer Ticket-Panne der Organisatoren 4 Millionen Euro dieses Gewinns.

Villamanín ist klein und abgelegen, liegt in den Bergen der Provinz León und zählt in den kalten Wintermonaten kaum 100 Bewohner. Deshalb gibt es im Dorf ein Festkomitee aus etwa einem Dutzend junger Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren, die die Feste organisieren und deren Finanzierung sichern.

Eine der Methoden zur Finanzierung der jährlichen Fiestas ist der Verkauf von Losanteilen der Weihnachtslotterie an Einheimische, Bewohner benachbarter Dörfer und Besucher. In diesem Jahr verkaufte das Komitee laut Diario de León 450 offizielle Anteile zu je 5 Euro und behielt pro Verkauf 1 Euro zur Finanzierung ein.

Allerdings versäumte es das Komitee, 50 dieser Anteile bei der Lotteriebehörde zu registrieren und zu melden, nachdem ein Mitglied sie zu Hause liegen gelassen hatte. Käufer müssen alle Anteile vor der Ziehung bei der Lotterieverwaltung registrieren, um Anspruch auf einen Gewinn zu haben.

Verärgerung bei den Verlierern

Das Komitee traf sich mit den Einwohnern, von denen einige den Organisatoren Betrug vorwarfen und behaupteten, sie hätten die Ticketeinnahmen für sich behalten.

„Wir haben nichts gestohlen“, zitierte El País ein unter Tränen sprechendes Komiteemitglied. „Heute Nacht haben wir Freunde verloren.“

Nach mehr als drei Stunden hitziger Auseinandersetzungen und tränenreicher Gespräche zwischen den Organisatoren des Dorfkomitees und den Bewohnern einigte man sich auf einen wackeligen Kompromiss, der den Losinhabern zumindest einen Teil dessen zusprach, was sie eigentlich gewonnen hätten.

Die Organisatoren beteuerten, es habe weder böse Absicht noch einen Betrugsversuch gegeben, sondern vielmehr einen gravierenden, ehrlichen Fehler und ein Versagen im Management. Letztlich gab es zwei mögliche Wege: vor Gericht um den vollen Gewinn zu kämpfen oder dass alle Gewinner einstimmig einem Abschlag von 10 % zustimmen, während die Organisatoren leer ausgehen. Gewinner von El-Gordo-Preisen haben ab dem Ziehungsdatum drei Monate Zeit, ihre Gewinne geltend zu machen.

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